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Zitat, Alice Miller, aus ihrem Buch Dein gerettetes Leben erste Auflage 2007, Fußnote S. 59, aus dem Kapitel "Wie kommt das Böse in die Welt?":

Ein helfender Zeuge ist für mich ein Mensch, der einem mißhandelten Kind beisteht (und sei es noch so selten), der ihm eine Stütze bietet, ein Gegengewicht zur Grausamkeit, die seinen Alltag bestimmt. Das kann jeder Mensch sein: ein Lehrer, eine Nachbarin, die Hausangestellte oder die Großmutter. Sehr häufig sind es die eigenen Geschwister. Dieser Zeuge ist eine Person, die dem geschlagenen oder verwahrlosten Kind etwas Sympathie oder gar Liebe entgegenbringt, es nicht aus erzieherischen Gründen manipulieren will, ihm vertraut und ihm das Gefühl vermittelt, daß es nicht böse ist und daß es Freundlichkeit verdient. Dank dieses Zeugen, der sich seiner entscheidenden, rettenden Rolle nicht einmal bewußt sein muß, erfährt das Kind, daß es in dieser Welt so etwas wie Liebe gibt. Es entwickelt im besten Fall das Vertrauen zu den Mitmenschen und kann Liebe, Güte und andere Werte des Lebens bewahren. Wo „helfende Zeugen“ vollkommen gefehlt haben, hat das Kind die Gewalt glorifiziert und wendet sie später oft selber mehr oder weniger brutal und unter dem gleichen heuchlerischen Vorwand an. Es ist bezeichnend, daß sich in der Kindheit von Massenmördern wie Hitler, Stalin oder Mao kein „helfender Zeuge“ finden läßt.“

Und Zitat, Alice Miller, Fußnote S. 27, aus dem Kapitel "Depression – der Zwang zum Selbstbetrug":

Eine ähnliche Rolle wie der „helfende Zeuge“ in der Kindheit kann im Leben eines Erwachsenen der „wissende Zeuge“ spielen. Darunter verstehe ich einen Menschen, der um die Folgen von Verwahrlosungen und Mißhandlungen von Kindern weiß. Er kann daher diesen geschädigten Menschen beistehen, ihnen Empathie bekunden und ihnen helfen, ihre ihnen selbst unbegreiflichen Gefühle von Angst und Ohnmacht aus ihrer Geschichte heraus besser zu verstehen, um die Optionen des heute Erwachsenen freier wahrnehmen zu können (vgl. auch „Das verbannte Wissen“, S. 214 ff.).“

An dieser Stelle möchte ich NOCHMALS einen WICHTIGEN Satz aus Zitat, Alice Miller, aus ihrem Buch Dein gerettetes Leben erste Auflage 2007, Fußnote S. 59, aus dem Kapitel "Wie kommt das Böse in die Welt?" hervorheben:

"Es ist bezeichnend, daß sich in der Kindheit von Massenmördern wie Hitler, Stalin oder Mao kein „helfender Zeuge“ finden läßt."


Alice Miller aus ihrem Buch "Du sollst nicht merken" S. 94 Gisela und Anita (FETT-Geschriebenes ist von mir (borderline44) hervorgehoben):

>>> Aus dem, was ich als Anwaltsfunktion des Analytikers bezeichne, ergeben sich weitverzweigte Konsequenzen, wenn man diese Bezeichnung nicht nur oberflächlich versteht. Auch im juristischen Bereich erwarten wir von einem Anwalt, dass er sich nicht darauf beschränkt, das, was ihm sein Klient berichtet, in einem vom Gericht geforderte Sprache zu übersetzen und dorthin weiterzuleiten. Wir erwarten von ihm mehr, nämlich, dass er die ihm angebotenen Fakten in einem Zusammenhang sieht, der seinem Klienten noch verborgen bleibt, daß ihm daher neue, bisher unbemerkte Tatsachen auffallen und er so in die Lage kommt, die Interessen seines Klienten besser wahrzunehmen als dieser selbst. Ähnliches bedingt die Anwaltfunktion eines Analytikers, doch mit dem entscheidenden Unterschied, dass sein Wissen einer emotionalen Grundlage bedarf, die ihm die Erfahrung seiner eigenen Lehranalyse vermittelt. Mit diesem Sensorium ausgestattet, wird der Analytiker nicht nur theoretisch wissen, daß die Kindheit eine entscheidende Rolle im Leben seines Patienten spielt, sondern er wird auch spüren dürfen, was es für ein kleines Kind heißt, den Bedpürfnissen und Ansprüchen der Erwachsenen vollständig ausgeliefert zu sein. Da ihm Gefühle der Hilflosigkeit und Ohnmacht nicht mehr fremd sind, ist seine Phantasiefähigkeit nicht gehemmt, er wird die frühkindliche Situation des Patienten auch da schon erfassen, wo dieser sie noch mit Hilfe von Allmachtsphantasien oder grandiosem Verhalten, das mit Verachtung sich selbst gegenüber gepaart sein kann, abwehren muss. <<< © 2010 Alice Miller

Interview mit Alice Miller an Katharina Micada

Weshalb Wut - Zitatausschnitt:

>>> Nur der berechtigte Zorn auf die wirklichen Verursacher unserer Not ist verboten und macht fast allen Menschen angst, weil er so früh bestraft wurde und so tief im Körper verborgen bleibt. <<< © 2011 Alice Miller

Empörung als Vehikel der Therapie
Vortrag Kindesmisshandlung
Gewalt tötet die Liebe
Vorbild WERDEN
Elternämter


Alice Miller: Das verbannte Wissen Zitat, Seite 70 ff:

>>> Ein geliebtes Kind bekommt das Geschenk der Liebe und damit auch das Geschenk der Unschuld. Es ist ein Geschenk, das ihm für sein ganzes Leben Orientierung gibt. Einem verletztem Kind fehlt alles, weil ihm die Liebe fehlt. Es weiß nicht, was Liebe ist, es verwechselt ständig Verbrechen mit Wohltat und Lüge mit Wahrheit. Daher wird es sich immer verwirren lassen.

Diese Verwirrung zeigte sich mir auch in der Diskussion eines konkreten Falles unter Fachleuten: Eine Frau, die in ihrer Kindheit nicht unter Leistungsdruck gestanden und viel Liebe erfahren hatte, nahm einen neunjährigen autistischen Jungen bei sich auf, den sie später adoptierte. Sie konnte ihm viel Wärme und Körperkontakt geben, ihn bejahen, seine Gefühle bestätigen, seine Bedürfnisse spüren, seine Signale wahrnehmen uns sie schließlich auch verstehen. In ihren Armen lernte der Junge, Gefühle zu zeigen, die Wut auf das ihm bisher Widerfahrene zu erleben und die Liebe zu entdecken. Er entwickelte sich zu einem gesunden, intelligenten, sehr lebendigen und offenen Jugendlichen.

Ich habe diese Geschichte in einer Gruppe von Fachleuten erzählt, sich sich mit Autismus beschäftigen. Die Ärzte unter ihnen sagten, der Autismus sei eine unheilbare neurophysiologische Krankheit, und die Entwicklung in diesem Fall zeige, daß es sich hier nicht um Autismus gehandelt hätte, daß es also eine falsche Diagnose gewesen sei. Die Psychologen, Familientherapeuten und Analytiker meinten, diese Geschichte wäre wohl eine grobe Vereinfachung, denn sie würden viele Fälle kennen, in denen jahrelange Psychotherapie bei Autisten nichts geändert hätte – was ich übrigens ohne weiteres glaube. Dann sagten sie, eine solche Geschichte könne Eltern von autistischen Kindern nicht helfen, im Gegenteil, sie würde ihnen Schuldgefühle machen, weil nicht alle Eltern in der Lage seien, ihrem Kind so viel Liebe und Zeit zu widmen. Die Eltern hätten meistens noch weitere Kinder, müßten ihrer Arbeit nachgehen, und sie seien doch auch nur Menschen. Ich sagte, daß es mir unwichtig erscheint, ob jemand Schuldgefühle bekäme oder nicht, wenn es darum geht, eine so wichtige Wahrheit zu entdecken.

Die Geschichte des neunjährigen Jungen bestätigte mir, was ich schon längst vermutete: Der Autismus eines Kindes ist eine Antwort auf seine Umgebung und manchmal die einzige mögliche Antwort, die einem Kind noch zur Verfügung steht. Ob Autismus heilbar ist oder nicht, hängt davon ab, wie weit die neue Umgebung des Kindes die Wahrheit über dessen Vergangenheit wahrnehmen kann. Die Reaktionen der Fachleute zeigten, wie schwer diese Umgebung zu finden ist. Ihre Widerstände hinderten sie zu begreifen, wie sehr diese Geschichte uns in unserem Umgang mit Kindern helfen könnte.

Später, nach Jahren, hörte ich von ähnlichen Fällen, wenn auch noch seltenen Fällen der Heilung von autistischen Kindern. Es wurde auch eine Technik entwickelt, die sogenannte Festhaltetechnik, die dem Bedürfnis des verlorenen, vereinsamten, sich entfremdeten Kindes nach Gehaltenwerden Rechnung tragen wollte. Leider ist diese Technik wieder mit Erziehung gekoppelt worden, und darin sehe ich ihre große Gefahr. Wenn die Mutter das Vertrauen des Kindes durch das Halten bekommen hat und dann erzieherische Forderungen an das Kind stellt, wird das Kind alles tun, was in seinen Möglichkeiten steht, um die Zuwendung der Mutter nicht wieder zu verlieren. Es hat sich tatsächlich herausgestellt, daß Kinder brillannte Leistungen in der Schule vollbringen. Daß diese aber keine wirkliche Heilung sein muß, weiß ich, seit ich 1979 mein erstes Buch geschrieben habe. Die volle körperliche und seelsiche Zuwendung der Mutter für das autistische Kind kann sicher Wunder vollbringen, vorausgesetzt, daß sie auf erzieherische Forderungen verzichtet, sonst schafft sie das Drama des begabten Kindes, und gerade dagegen hat sich das Kind mit seinem Autismus gewehrt.
<<<

Ich wiederhole - Alice Miller - Zitat:

>>> ... Dann sagten sie, eine solche Geschichte könne Eltern von autistischen Kindern nicht helfen, im Gegenteil, sie würde ihnen Schuldgefühle machen, weil nicht alle Eltern in der Lage seien, ihrem Kind so viel Liebe und Zeit zu widmen. Die Eltern hätten meistens noch weitere Kinder, müßten ihrer Arbeit nachgehen, und sie seien doch auch nur Menschen. Ich sagte, daß es mir unwichtig erscheint, ob jemand Schuldgefühle bekäme oder nicht, wenn es darum geht, eine so wichtige Wahrheit zu entdecken. ... <<<

Ersetze "autistisch" durch:

borderline,
gewalttätig (e Jugendliche),
Psychopathen,
Mörder,
Vergewaltiger,
etc. ...

Narzismus
Empathie

Ein häufig verwendetes Schein-Argument, leider sehr häufig verwendet von Personen mit großer Autorität - nämlich Kriminalpsychologen - um die Eltern zu schonen und die Verdrängung aufrecht erhalten zu können und nicht vom Baum der Erkenntnis essen zu müssen:

"Wenn man alles auf die angebliche so schreckliche Kindheit schiebt, dann müsste ja jedes Kind, jeder Mensch, jedes Geschwister zum Gewalt-Täter, Verbrecher, Amokläufer, Boderliner, Autist, etc. werden. -und bei Geschwistern sind es schließlich dieselben Eltern!"

Einige Antworten, WARUM nicht jeder Mensch zum Gewalt-Täter, Verbrecher, Amokläufer, Borderliner, Autist, etc. wird, sind ja oben und unten schon gegeben, aber eine Antwort möchte ich gerade in Bezug auf das "Geschwister-Argument-die-doch-dieselben-Eltern-haben" noch ergänzen:

Es wird bei diesem Schein-Argument völlig ausgeblendet, dass es einen erheblichen Unterschied macht, ob eine Mutter sich um ein einjähriges Baby und einen Säugling gleichzeitig kümmern- oder "nur" um einen Säugling alleine kümmern muss. Dieses kann man dann unendich fortsetzen, wobei immer ein Geschwister hinzukommt. Die individuelle Beziehung zu den einzelnen Kindern in Bezug auf die Interaktion und des sozialen Umfeldes auszublenden ist völlig unrealistisch. Des Weiteren wird bei dieser Schein-Argumentation völlig ausgeblendet, dass bspw. einige Geschwister sexuell missbraucht werden von einem Elternteil und das andere Geschwister aber nicht -oder ein Geschwister das "Lieblingskind" ist. -und es sind doch auch hier dieselben Eltern. Es ist als auch bei diesen Schein-Argumenten bewiesen, dass es sich um eine Abwehrhaltung handelt, die Eltern und sich zu schützen, aus eigener Befangenheit.

-um so verwerflicher und verantwortungsloser, wenn es sich um so genannte Fachleute handelt, die solch einen Schwachsinn verbreiten!

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